Sie befinden sich hier:

Start > Programm und Hintergrund

Programm und Hintergrund

Die mittelgroßen Universitäten sind in allen Bundesländern vertreten und prägen die deutsche Universitätslandschaft, da sich in ihnen der Differenzierungsprozess im deutschen Hochschulsystem in besonderer Weise zeigt.

Diese Universitäten haben spezifische Merkmale:

  • An ihnen ist ein breites Fächerspektrum vertreten, dennoch weisen sie eine überschaubare Größe auf. Hierdurch ergeben sich ideale Bedingungen für interdisziplinäre Brückenschläge in der Forschung.
  • Aufgrund der besonderen Stellung in ihren Standortregionen sind sie in hohem Maße in Netzwerke eingebunden und können in Forschung, Lehre und Weiterbildung flexibel auf die dortigen spezifischen Bedarfe reagieren.
  • In Hochschul- und Forschungsrankings weisen mittelgroße Universitäten eine besonders hohe Produktivität (pro WissenschaftlerIn) auf. Jeder in einer mittelgroßen Universität eingesetzte Euro hat eine hohe Wirkung.
  • Diese Fähigkeiten hängen eng damit zusammen, dass viele der neu gegründeten bzw. neu aufgebauten Universitäten nie vollständig ausfinanziert wurden und daher von Beginn an darauf angewiesen waren, hohe Leistungsfähigkeit auch unter schwierigen materiellen Rahmenbedingungen zu erzeugen. Mittelgroße Hochschulen weisen daher häufig ein hohes Maß an Innovationsfreude und Lernfähigkeit auf.
  • Mittelgroße Universitäten sind in der Regel durch kurze Entscheidungswege, überschaubare Gremien, eine intensive Kommunikation sowie eine hohe Integration des Lehrkörpers und der Studierendenschaft geprägt.

Das Netzwerk Mittelgroße Universitäten verfolgt mehrere Ziele:

  • Es ist ein Forum für den Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedsuniversitäten.
  • Das Netzwerk versteht sich als ein Sprachrohr in der hochschulpolitischen Debatte, das den besonderen Stellenwert der mittelgroßen Universitäten verdeutlicht.
  • Es arbeitet in diesem Kontext eng mit der Hochschulrektorenkonferenz, den Landeshochschulrektorenkonferenzen, den Landesregierungen sowie Wissenschaftsorganisationen zusammen.
  • Das Netzwerk stellt Positionen und Forderungen für die hochschulpolitische Diskussion auf, die den Ausdifferenzierungen und Gewichtungen im deutschen Universitätssystem Rechnung tragen.